Der finale Schritt zur Forschungszulage

Der finale Schritt ist der formale Antrag auf Festsetzung der Forschungszulage beim Finanzamt. Diese Abrechnung erfolgt jährlich und kann gemäß der üblichen Regeln des Finanzamts vier Jahre rückwirkend durchgeführt werden. Das bedeutet, dass im Jahr 2024 die Jahre 2020 bis 2023 abrechenbar sind. Daher ist aktuell die letzte Gelegenheit, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um Anfang 2024 über die Forschungszulage rückwirkend bis zu 4 Millionen € als steuerliche Gutschrift zu erhalten. Das entsprechende Formular zur Festsetzung findet sich im ELSTER Formularschrank und kann unabhängig von der eigentlichen Steuererklärung eingereicht werden. Diese Gutschrift wird auf die darauffolgende Körperschaftssteuer angerechnet oder – bei Personengesellschaften – auf die Einkommenssteuer. Übersteigt die Gutschrift die Steuerlast, so erfolgt eine Auszahlung des überschüssigen Betrags.

Der formale Ablauf bei der Steuererklärung zur Festsetzung der Forschungszulage

Basierend auf den Informationen aus dem vorherigen Prozessschritt bereite ich die finalen Informationen für Ihre Steuerabteilung so auf, dass das Ausfüllen des Formulars stringent und einfach möglich wird. Hierzu verfolge ich kontinuierlich Änderungen im ELSTER-Formular und stelle sicher, dass alle nötigen Informationen für die Einreichung vorhanden sind.
Aufgrund der Rechtssicherheit, die sich durch die Bescheinigung ergibt, ist der Antrag beim Finanzamt in der Regel ein reiner Verwaltungsakt. Er birgt nur dann das Risiko abgelehnt zu werden, wenn es signifikante Abweichungen zur Bescheinigung der Projekte gibt. Solche Abweichungen entstehen insbesondere dann, wenn die ursprünglichen Schätzungen zu niedrig angesetzt wurden und real mehr Zeit und Kosten auf die Projekte intern gebucht wurde. Gerade bei Forschung und Entwicklung ist dies nicht unüblich, da aufgrund von Unsicherheiten und technischer Risiken nicht alle Eventualitäten vorhersehbar sind und ggf. zahlreiche Korrekturschleifen nötig sind, um das Projekt auf Kurs zu halten. Andere Gründe können auch sein, dass das Projekt beschleunigt werden sollte und weiteres Personal dafür eingestellt wurde. In der Praxis verlängert sich der Zeitplan auch oftmals, sodass der abzurechnende Zeitraum ggf. nicht mehr mit dem ursprünglichen Antrag übereinstimmt. Da das Finanzamt keine Kompetenz zur Prüfung der Inhalte besitzt und diese an die BSFZ ausgelagert hat, aktualisiere ich in diesen Schritten den Antrag und reiche ihn geändert bei der BSFZ ein, um sicherzustellen, dass die Daten in der Bescheinigung mit den Daten zur Festsetzung beim Finanzamt weiterhin übereinstimmen.

Bei der Festsetzung ist zudem zu berücksichtigen, dass ein Wirtschaftsjahr nur genau einmal abgerechnet werden darf. D.h. liegt die Festsetzung für ein Wirtschaftsjahr vor, können für dieses Jahr keine weiteren Projekte beantragt und abgerechnet werden. Bei Konzernstrukturen mit mehreren Standorten stelle ich zudem sicher, dass die maximale Förderung nicht überschritten wird. Hier hat das Finanzamt derzeit selbst keinen Überblick und fragt diese Information beim Antragssteller ab. Dies ist natürlich auch relevant, um den Überblick in der Firmengruppe zu behalten, ab wann es keinen Sinn mehr macht, weitere Projekte zu beantragen, um die volle Förderhöhe abzuschöpfen.

Profitieren auch Sie von der Möglichkeiten der Forschungszulage und kontaktieren Sie mich gerne jederzeit für eine erste Einschätzung Ihrer Projekte.
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